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Loslassen lernen und reaktivieren

Emotionen verstehen

Im heutigen Blogartikel geht es um ein zurzeit bei mir aktuelles Thema. Loslassen.


Loslassen beschäftigt mich gerade mehr denn je, denn ich sitze im Krankenhaus Nach einem Darmverschluss mit Not-OP mussten Teile meines Darms mussten entfernt werden. Infusionen laufen in meinen Körper. Mein Körper heilt gerade so, wie er es kann.

In solchen Momenten wird für mich sehr deutlich, in welchen Bereichen ich überhaupt tatsächlich entscheiden kann.

Ich kann beeinflussen, wie ich Menschen begegne. Wofür ich meine Energie nutze. Welche Coaches ich wähle. Welche Bedeutung ich meinen Erfahrungen gebe. Wie ich meinen Affekte ausrichte und interpretiere.


Und dann gibt es da das Leben: Pech, Unfälle, Zufälle, Mutationen, biologische Prozesse und physikalische Zusammenhänge, die wir heute noch gar nicht vollständig verstehen.


Die Illusion von Kontrolle

Ich habe den Eindruck, dass es gesellschaftlich fast zu einer Mode geworden ist, alles als vorhersehbar und kontrollierbar zu betrachten.

Als müsste sich jedes Ereignis erklären lassen und als gäbe es für alles eine Formel.

Natürlich können wir Wahrscheinlichkeiten berechnen und wir können Modelle entwickeln. Selbst beim Wetter verlassen wir uns auf Prognosen, doch Wahrscheinlichkeiten sind keine Gewissheiten und das Leben bleibt an vielen Stellen offen.

Und vielleicht fällt es uns gerade deshalb so schwer, Dinge loszulassen.


Warum sich Loslassen manchmal leicht anfühlt – und manchmal fast unmöglich

Gerade wird mir wieder bewusst, wie stark unser momentaner Zustand beeinflusst, wie wir die Welt erleben.

Normalerweise kann ich mit dem Thema Loslassen deutlich leichter umgehen.

Jetzt gerade fühlt es sich schwerer an.

Diese Erfahrung erinnert mich an etwas, das in der Psychologie als affektiver Realismus beschrieben wird.

Man kennt das vielleicht aus dem eigenen Leben:

An manchen Tagen fällt etwas erstaunlich leicht.

An anderen fühlt sich dieselbe Situation plötzlich unendlich schwer an.

Und dabei hat sich doch Mindset nicht plötzlich verändert haben, oder?

Aber etwas ist anders: Der Zustand hat sich verändert. Und zwar der affektive = gefühlsmäßige.


Affektiver Realismus: Wenn Gefühle zur Wahrheit werden

Schmerzen, Erschöpfung, Angst oder Unsicherheit sind reale Erfahrungen.

Unser Gehirn macht daraus jedoch häufig den nächsten Schritt:

Es interpretiert und generalisiert und vor allem: es sagt diese Interpretationen schon voraus.

Aus einem energetisch niedrigen Zustand wird schnell eine allgemeine Wahrheit. Vieles wirkt aussichtsloser, schwerer, vielleicht zweifelt man mehr an sich selbst unf vielleicht glaubt man, man werde nie wieder gesund, glücklich oder handlungsfähig.

Der aktuelle Affekt färbt die Wahrnehmung der Realität.

Was sich im Moment wahr anfühlt, wirkt plötzlich wie eine objektive Wahrheit über das eigene Leben.

Dabei lohnt es sich, immer wieder zu fragen:

Ist das gerade eine Wahrheit?

Oder wurde dieses Erleben vor allem durch meinen momentanen affektiven Zustand produziert?

Denn ein Zustand ist neurophysiologisch real.

Er ist jedoch kein zuverlässiger Beweis dafür, dass im Leben etwas grundsätzlich schiefläuft.

Genau diese Unterscheidung verändert oft unglaublich viel.

Nicht, weil Gefühle unwichtig wären, sondern weil Affekte (einfache Gefühle von Wohl - Unwohl, aufgeregt - entspannt) Informationen liefern – keine endgültigen Urteile über unser Leben.


Coaching Als Bereicherung

Ich wünsche mir, dass es irgendwann genauso selbstverständlich wird, sich begleiten zu lassen, wie zum Sport zu gehen oder regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.


Nicht, weil mit uns etwas nicht stimmt, sondern weil es unglaublich bereichernd sein kann, einen Menschen an der Seite zu haben, der andere Perspektiven einbringt, gute Fragen stellt und hilft, die eigenen Zustände, Gedanken und Interpretationen einzuordnen.

Für mich ist das keine Maßnahme für Krisen. Es tut einfach total gut.



Auch ich lasse mich gern begleiten, sei es im Sport, im mental Coaching, in wissenschaftlichen Belangen, im Business. Denn für mich gehört das zu einer investition in mich selbst, die ich mir gerne gönne. Entwicklung und Wachsen gehören zu meinen Werten und es macht mir Freude, diese auszueben. Darüber hinaus möchte ich immer neugierig bleiben.


Genauso wichtig finde ich, achtsam auszuwählen, von wem man sich begleiten lässt.

Nicht jeder Mensch passt zu jedem Menschen.

Nicht jede Methode passt zu jedem Nervensystem.

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Vorstellungen von einem außergewöhnlichen Leben.

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Lebensstandards.

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Vorlieben, Werte und Ziele.


Aber ich finde: jeder Mensch darf den Anspruch haben, jemanden auszuwählen, bei dem Vertrauen, Sicherheit und Resonanz entstehen.


Fazit

Vielleicht können wir also doch schon mehr loslassen, als wir dachten. Aber in Momenten, wo der Affekt am Steuer sitzt, haben wir plötzlich das Gefühl, dass wir das grundsätzlich fixen müssten. In Wahrheit würde aber die Regulation des Nervensystems vielleicht auch schon zu dem zurückführen, was schon da ist - und mit dem Potenzial vielleicht noch zu mehr loslassen und durchatmen führen.

Fragen Sie sich doch vielleicht mal, welche momentanen Zustände Sie mit einer allgemeinen Wahrheit über das eigene Leben verwechseln. Wo gibt es vielleicht Beweise für das Gegenteil? Und denken Sie immer daran: mit Ihnen ist nichts falsch. Sie sind genau richitg. Jedes Erleben und Verhalten ist logisch nachvollziehbar. Und es gibt nicht immer etwas zu analysieren und zu fixen. Immer aber gibt es Mittel und Wege. Auch für Sie.



Schauen Sie dazu gerne auch auf meiner Homepage vorbei und vereinbaren Sie gern ein Coaching mit mir. Ich freue mich, wenn Sie mich und weiß es sehr zu schätzen, wenn Sie mir die Rolle Ihres Coaches und Wegbegleiters auf dieser Reise anvertrauen.

 
 
 

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