Dieses Rezeptbuch ist kein gewöhnliches Rezeptbuch.
Und es ist auch kein klassischer Ratgeber.
Es ist eine sensorische Erweiterung des Romans I.V. - ein begleitendes Erlebnis für Menschen, die beim Lesen, Kochen und Genießen nicht nur eine Geschichte verfolgen, sondern Gefühle, Erinnerungen und innere Bilder erleben möchten.
Im Roman I.V. geht es um Erfahrungen auf allen Sinnen. Manche Menschen erinnern sich vor allem in Bildern, andere über Stimmen, Musik oder Geräusche. Wieder andere verknüpfen Gefühle besonders stark mit Gerüchen, Geschmäckern oder körperlichen Empfindungen.
Unser Gehirn speichert Erfahrungen nicht isoliert, sondern in Netzwerken. Gefühle, Erinnerungen, Sinneseindrücke und innere Zustände sind miteinander verbunden. Genau dieses Wissen fließt in den Roman ein - und ebenso in dieses Buch.
Denn manchmal genügt bereits ein bestimmter Duft.
Vanille.
Zimt.
Warmer Teig.
Frischer Kaffee.
Und plötzlich taucht ein Gefühl auf.
Geborgenheit.
Ruhe.
Vorfreude.
Ein Gefühl von Zuhause.
Genau hier setzt auch Hypnose an - zumindest so, wie ich sie verstehe und lehre. Hypnose bedeutet für mich etwas überaus Natürliches und Alltägliches. Ein Zustand, den jeder kennt. Möchte man lernen, diesen Zustand kontrolliert für sich nutzbar zu machen, dann geht das so: Es geht darum, Gefühle in einem bestimmten inneren Kontext neu zu bewerten und neue Verknüpfungen entstehen zu lassen.
Im Mittelpunkt steht dabei immer ein sogenanntes Wunschgefühl.
Also die Frage:
Wie möchtest du dich eigentlich fühlen?
Unser Gehirn arbeitet dabei mit sogenannten Ankern. Das sind Reize, die mit bestimmten Gefühlen verknüpft werden. Viele Menschen kennen visuelle oder auditive Anker - Bilder, Musik oder bestimmte Sätze. Was dabei jedoch häufig übersehen wird, ist der olfaktorische Sinn: unser Geruchs- und Geschmackssinn.
Gerüche und Geschmäcker gehören zu den stärksten emotionalen Erinnerungsträgern überhaupt. Ein einziger Duft kann uns innerhalb von Sekunden in eine längst vergangene Stimmung zurückversetzen. Genau deshalb spielen Sinneseindrücke auch im Roman I.V. eine besondere Rolle.
Ileana, die Hauptfigur, kocht und backt leidenschaftlich gern. Dieses Element ist tatsächlich autobiographisch geprägt - während viele andere Aspekte des Romans aus Begegnungen, Beobachtungen und menschlichen Erfahrungen entstanden sind.
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Dr. (phil.) Martha Walczak
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